Q: Die
Schweiz hat ihr hoffnungsvolles Paar verloren! Das ist sehr schade
jetzt gerade vor den Europameisterschaften im eigenen Land. Wie
denkst du? Wie geht es dir?
Anais: Ich
habe viel mit meinem Partner geredet und von ihm aus sind wir zu
diesem Entschluss gekommen. Er wollte nicht mehr, hatte keine Kraft
und nicht genügend Lust um so viel zu trainieren wie die letzten
zwei Jahre. Es war ein bisschen überraschend, dass es so früh dazu
gekommen ist und nicht nach den Europameisterschaften. Aber es ist
so, und ich denke, wir können jetzt eine Lösung finden. Es ist
nicht so, dass er aufgehört hat und ich weiß nicht, was ich machen
soll. Ich habe sofort Lösungen gefunden, bin aber noch nicht sicher,
was genau das Beste wird. Ich hätte schon Lust, das ganze Jahr
Einzellauf zu machen, aber im Paarlauf habe ich mehr Chancen. Ingo
(Steuer) hat auch gesagt, ich soll wirklich weitermachen. Er hätte
gerne, dass ich weiter bei ihm trainiere. Ich habe auch gleich mit
Ilja Glebov als neuem Partner angefangen . Er ist nach Chemnitz
gekommen und wir sind drei Wochen zusammen gelaufen. Es war gut, und
es kann so weitergehen. Aber jetzt ist er für drei Monate bei der
Armee, deswegen bin ich jetzt alleine. Und da eben in dieser Saison
die EM in der Schweiz ist, und es zwei Startplätze bei den Damen
gibt, habe gedacht, dass sich vielleicht eine Chance habe, wenn ich
gut springe und alles schaffe. Also ich möchte schon sehr gerne die
Schweizer Meisterschaften mítmachen.
Q: Du bist
spät dran mit den Programmen.
Anais: Ja,
schon. Und ich muss drei Tests machen in vier Wochen. Aber ich bin
motiviert. Jetzt mache ich die Programme und dann die Tests. Und wenn
alles gut geht, laufe ich bei den Schweizer Meisterschaften.
Q:
Mit wem machst du die Programme? Anais:
Mit Salome Brunner und jetzt in Oberstdorf trainiere ich auch mit
Peter Grütter. Wir haben nicht viel Zeit, und es ist nicht so
einfach. Aber das gefällt mir auch, deswegen möchte ich das jetzt
einen Monat probieren und später entscheiden. Mein Partner ist ja
eben jetzt nicht da, und es ist besser als alleine in der Schweiz zu
sein und ein bisschen zu trainieren.
Q: Aber in
der nächsten Saison möchtest du dann wieder Paarlaufen?
Anais: Ja,
wenn alles gut geht. Mit dem Länderwechsel ist es kompliziert, weil
er aus Estland ist und ich aus der Schweiz. Ich kann nicht weg wegen
Art on Ice, und er hat auch Probleme, mit seinem Verband. Nichts ist
sicher.
Q:
Vielleicht gefällt dir ja auch der Einzellauf sehr gut?!
Anais: Ja,
und in der Schweiz gibt es nicht viele Damen, die dreifach springen.
Und wenn ich viel trainiere, kann ich das auch schaffen, denke ich.
Q: Wo und
mit wem trainierst du dann weiter bis zu den Meisterschaften?
Anais: Wenn
ich nach Chemnitz gehe, dann kann ich nicht viel Einzellauf
trainieren. Aber wenn ich in der Schweiz bleibe, dann bei jemandem,
der nicht so bekannt ist. Er hat viel Erfahrungen mit russischen
Trainern, und das ist ganz gut für mich. Ich bin jetzt zwei Wochen
in Oberstdorf und dann zwei Wochen in Flims, und dann mache ich die
Tests. Und dann entscheide ich, wann ich nach Chemnitz zurückgehe.
Einzellauf macht mir auch Spaß, ich habe es eigentlich vermisst die
ganzen sechs Jahre lang, und Paarlaufen vermisse ich nun nicht
unbedingt. Aber Paarlaufen ist besser für mich. Es ist kompliziert
momentan. Ich trainiere jetzt einfach alleine, und dann entscheide
ich.
Q: Dann
wünsche ich dir alles Gute und vielen Dank für das Interview!
Interview
with Anais Morand
Q:
Switzerland lost their promising pair skating team. That's a shame,
especially now with the European Championships being held in your
country. How do you feel about it? How are you doing now?
Anais: I've
talked a lot to my partner and because of him we decided to do that
(splitting). He didn't want it anymore, he didn't have enough
strength left and not enough motivation to train as hard as we did in
the past two years. It was a little surprising that it happened so
early and not after Europeans. However, that's the way it is now and
I think we can find a solution. It is not like he retired and I don't
know what to do. I've found a solution immediately, but I'm not sure
what will be the best. I would like to do singles the whole year, but
my chances are better in pairs. Ingo (Steuer) also said I really
should continue. He also would like to continue coaching me. I
started with new partner Ilja Glebov right away. He came to Chemnitz
and we skated for three weeks. It went well and it could go on like
this. However, he is with the army now for three months and therefore
I'm alone right now. Since Europeans are held in Switzerland this
season and there are two spots for the ladies I thought that maybe I
have a chance, if I jump well and do everything else. So I'd really
like to compete at Swiss Nationals.
Q:
However, it's late to do programs.
Anais: Yes,
that's true. And I have to do three tests within four weeks. But I'm
motivated. Now I'm doing my programs and then the tests. If
everything goes well, I'll skate at Swiss Nationals.
Q:
Who is doing your programs? Anais:
Salome Brunner and right now here in Oberstdorf. I'm also training
with Peter Grütter. We don't have much time and it is not so easy.
On the other hand I like it and therefore I want to give it a try for
one month and then decide later. My partner currently isn't here and
it's better for me to train here than to be by myself in Switzerland
and train just a little bit.
Q: But
you'd come back to do pairs next season?
Anais: Yes,
if everything works out. It's a little complicated with switching the
country as he is from Estonia and I'm from Switzerland. I can't leave
because of Art on Ice, and he also has some problems with his
federation. Nothing is sure yet.
Q: Maybe
you'll really like singles?
Anais: Yes,
and there aren't many girls in Switzerland that do triples. I think I
can do that, if I train a lot.
Q: Where
will you train and who will be your coach until Nationals?
Anais: If I
go to Chemnitz, I can't train much singles. If I'll be in Switzerland
I'll work with a relatively unknown coach. He has a lot of experience
with Russian coaches, which is good for me. I'm now in Oberstdorf for
two weeks and then in Flims for two weeks and after that I'll do the
tests. Then I'll decide when I go back to Chemnitz. I really like
doing singles, I've always missed it the past six years and I'm not
really missing pairs right now. But doing pairs is better for me.
It's a little complicated right now. I'm just training alone now and
then I'll make a decision.