Daniel (rechts) mit Alexander Schöpke

   

Interview Daniel Dotzauer


Q: Wann hast du mit Eiskunstlaufen angefangen und wie kam es dazu?

A: Vor fast 14 Jahren habe ich Matti Landgraf im Sport-Kindergarten, in einer Art Eislauf-Kindergarten, kennengelernt und war mit ihm in einem Schnuppertraining und ich dachte: “das könntest du auch weiterführen.” Ich muss schon sagen, dass ich gar nicht wusste, was das für Ausmaße annimmt. Aber es ist schon ganz in Ordnung so (lacht). Also vor 13, 14 Jahren habe ich angefangen.


Q: Was gefällt dir an diesem Sport?
A:
Ein großes Plus ist, dass man viel sieht. Wir haben ja das große Glück zu den Grand Prix (Wettbewerben) fahren zu dürfen und da fahren wir in die weitesten Winkel der Welt, die ich sonst wohl nie kennenlernen würde. Jedenfalls kann ich mir das nicht vorstellen. Es geht ja in bald wieder nach Lake Placid, und ich war in Südafrika und habe alles mögliche schon gesehen. Es ist ein künstlerischer Sport, also einer der wirklich auf den Punkt genau die Sachen bringt. Aber das ist halt konditionell anstrengender Sport, leicht konditionsintensiv.


Q:
Was erwartest du dir generell und speziell von dieser Saison?

A: Es ist auf jeden Fall besser, die kommende Saison zu laufen als die letzten zwei, weil es nicht so meine besten waren. Es ist erst einmal wichtig, dass auf jeden Fall die Sachen die ich kann, sicher im Programm unterkommen, wozu dann schon 3-fach/3-fach gehören sollte. Dass wir in diesem Jahr einfach den 3-fach Axel angehen und das Sprungtraining für 4-fach anfangen. Zu Wettkämpfen wie den Deutschen Meisterschaften wäre es natürlich schön hinzufahren, aber da möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen. Ich muss sehen, wie sich alles entwickeln wird und mich auf die nächste Zukunft wie z.B. den Grand Prix konzentrieren, dass wir da ein bisschen weiter vorne landen und wir Deutschland wieder zeigen können: wir sind da! Wir kommen wieder! Das wäre eine schöne Sache.


Q: Wann hattest du den ersten Dreifachen gelernt und welcher war es?

A: Mein erster Dreifacher war der Salchow und da war ich 12.


Q: Wie läuft die Vorbereitung bis jetzt?

A: Ich bin positiv überrascht. Von den Sachen, die laufen, hätte ich mir das weniger effektiv vorgestellt. Ich hatte gedacht, dass ich noch ein bisschen Anlaufprobleme habe, aber zurzeit läuft das! Ich bin wirklich positiv überrascht.


Q: Welche Programme hast du, welche Musik?

A: Das KP ist Take Five, die Swingversion, und in der Kür habe ich (Musik) von Supertramp, eine Gruppe aus den 80ger Jahren. Wir haben bekannte Titel zusammengeschnitten, also es ist kein spezieller Titel.


Q: Wer macht die Choreographie?
A: Frank Dehne


Q: Wo siehst du dich in 5 Jahren?

A: Ich weiß es nicht! Ich überlege immer von Jahr zu Jahr. Es wäre natürlich schön, wenn es bis dahin laufen würde, vielleicht irgendwann mal EM oder WM oder so etwas. Aber soweit möchte ich noch nicht denken. Ich stelle mir erstmal die nächsten 3 Jahre vor, dass ich meine Schule einigermaßen auf die Reihe kriege und dann gucke ich vielleicht noch, was die Bundeswehr sagt. Ich entscheide spontan nach den 3 Jahren. Wenn ich die Schule ordentlich hinter mich gebracht habe und es im Training läuft, dann mache ich weiter. Wenn nicht, dann soll es halt nicht sein. Da möchte ich mich noch nicht festlegen.


Ich bedanke mich und wünschte dir alles Gute und viel Erfolg!