Peter Liebers
Finlandia Trophy, Oktober 2008 in Vantaa-Tikkurila
Q: Wie fällt deine Bilanz aus?
A: Insgesamt (war es) besser. Die Kür war ja ähnlich wie in Oberstdorf, aber das Kurzprogramm war auf jeden Fall besser. Insofern bin ich zufrieden. Es war eine leichte Steigerung, und wenn es die ganze Saison so weitergeht, ist das ja sehr positiv. Der Axel hat sauber geklappt, das hat mich sehr gefreut, beide Axel in den Programmen, auch die dreifach-dreifach Kombi war noch da, die Dreierkombi am Ende hat gefehlt. Doch insgesamt war der Gesamteindruck gut, die Tendenz aufsteigend, und ich merke wirklich, dass ich den Sommer durchtrainieren konnte, auch wenn ich im Mai noch mal die Operation am Knie hatte, aber es war kein großer Ausfall. So ist es die zweite Saison, die ich laufen kann, und ich merke, dass ich dadurch stabiler und sicherer bin.
Q: Was war das für eine Operation am Knie?
A: Sie haben mir die Patellasehne rechts geglättet. Nach meinem Wadenbein(bruch) hatte ich zu schnell wieder angefangen und im Laufe der Saison Probleme mit dem Knie gekriegt. Ich habe auch Cortison bekommen, aber ich habe mir gesagt, das kann so nicht weitergehen, auch weil es wieder gekommen ist, trotz Cortison. Dann haben wir gesagt, wir machen zu einem geeigneten Zeitpunkt im Mai, wenn das Abi vorbei und keine Saison ist, schnell eine kleine Operation. Wir machen sie zu diesem Zeitpunkt, da passt sie gut rein, und wir kommen trotzdem noch in die neue Saison rein.
Q: Im Training hast du ja heute auch fleißig den vierfachen Toeloop probiert.
A: Ja, aber er ist noch nicht ganz sicher. Im Training kommt er jetzt auch schon ab und zu, aber er ist noch nicht so sicher, dass ich sagen kann, ich mache ihn jetzt im Wettkampf. Er ist nicht komplett weg, er kommt schon, aber er ist noch nicht so sicher, wie ich mir das vorstelle und dass ich sage, ich riskiere ihn im Wettkampf.
Q: Was ist der nächste Wettkampf für dich?
A: Nächste Woche Nizza! Es geht gleich weiter. Danach habe ich eine Woche Pause, dann Berlin, die Berliner Meisterschaft, und dann noch eine Woche Pause und dann Paris. Vielleicht, das muss ich mit Frau Striegler klären, noch die NRW Trophy und dann die Deutsche (Meisterschaft).
Q: Du machst immer gerne viele Wettbewerbe.
A: Ja, weil es dann doch Sicherheit bringt. Wenn ich jetzt gleich mit einem ganz großen Wettbewerb einsteige, bin ich nicht so gut drin. Insofern brauche ich glaube ich die Stabilität über viele Wettkämpfe, die Situation einfach zu üben. Das ist bei mir ganz wichtig.
Q: Wie freust du dich auf Paris, deinen ersten Meisterklasse-Grand Prix?
A: Ich freu mich ganz toll auf Paris. Ich bin sehr gespannt, wie das wird. Ich habe ja so einen Grand Prix noch nicht erlebt. Ich glaube, das wird eine große Sache. Ich freu mich, aber ich denke, es wird auch eine sehr große Herausforderung, aber ich glaube eine, an der ich gut wachsen kann. Das ist schon noch mal ein ganz anderes Kaliber. Das wird sehr interessant.
Q: Du hast gestern gesagt, dass du seit der Nebelhorn Trophy einiges im Kurzprogramm umgestellt hattest. In der Kür sind mir keine Veränderungen aufgefallen, oder gab es doch was?
A: Eigentlich nicht, da ist nichts geändert. Ich werde jetzt im Laufe der Saison eine neue Kür einstudieren. Wir werden sehen, wann wir die im Wettkampf bringen wollen. Wenn sie richtig gut läuft, dann werde ich sie zeigen. Bis dahin ist die alte Kür ganz gut, sie kommt immer gut an.
Q: Warum willst du eine neue Kür einstudieren?
A: Weil ich die Musik noch doch schon recht lange laufe. Das war erst ein Kurzprogramm, gut dann war ich das Jahr verletzt, aber dann letztes Jahr als Kür und dieses Jahr wieder als Kür, also mit der Verletzung gezählt, wäre es die vierte Saison, die ich dieses Programm laufe, oder diese Musik, und da wird es langsam, denke ich, Zeit für etwas Neues.
Q: Kannst du die Musik nicht mehr hören?
A: Doch, ich kann sie hören, ich finde sie sehr schick, aber ich kann nicht immer nur diese Musik laufen. Ich glaube, dann sagen auch manche, jetzt braucht er mal was anderes.