Q: Welche Bilanz ziehst du nach der Finlandia Trophy?
A: Ich war sehr überrascht von der Kür, davon, dass ich fast fehlerfrei durchgekommen bin. Das hätte ich so nicht erwartet, auch wenn ich es mir gewünscht habe.
Q: Warum hast du es nicht erwartet?
A: Weil es einfach im Training noch nicht fehlerfrei klappt. Jetzt habe ich vier Dreifache gesprungen, das hatte ich im Training noch nie in dieser Saison. Das war mein erstes Mal. Mit zwei Doppel-Axeln noch. Darüber bin ich sehr glücklich.
Q: Was machte den Unterschied zum Kurzprogramm aus, das ja danebenging?
A: Na ja, dadurch dass das Kurzprogramm so schlecht war, bin ich einfach ganz locker in die Kür gegangen. Ich habe mich total konzentriert und habe gar nicht so an die Nervosität gedacht, sondern mich darauf konzentriert, die Sprünge zu machen, dass ich halt auch abspringe und nicht aufreiße. Das Aufreißen ist immer das ärgerlichste. Wenn ich die Sprünge abspringe, dann stehe ich sie auch meistens. Mein Problem ist eben dieses Aufreißen.
Q: Woran liegt das?
A: Bei mir liegt das einfach nur an der Konzentration, das merkt man auch im Training. Wenn ich unkonzentriert bin, geht das in die Hose. Dann mache ich sie doppelt oder einfach.
Q: Wie arbeitest du daran, deine Konzentration zu verbessern?
A: Wir haben bisher noch nichts gemacht, aber wir werden das angehen, dass ich etwas mit Yoga mache, damit ich mich gezielt auf die Sprünge konzentrieren kann.
Q: Die Programme sind sehr schön, ein sehr lyrischer Stil. Warum hast du diese Programme ausgewählt?
A: Ich habe die gar nicht ausgewählt, mein Choreograph hat sie mir gebracht, weil ich es nie schaffe, das zu finden, was mir gefällt, und ich will immer etwas besonderes haben. Mein Choreograph hat sie mir gebracht, es hat mir auf Anhieb gefallen, und ich kann sie gut rüberbringen. Ich wollte einfach eine Saison schöne Musiken haben und nichts zu Schnelles, damit ich meinen Laufstil und meine Bewegungen gut rüberbringen kann.
Q: Das hat sich bei dir tatsächlich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt.
A: Ich habe auch hart daran gearbeitet, das muss man schon sagen. Dass man mir nicht mehr vorwerfen kann, du kannst ja toll springen, aber nicht laufen. Ich wollte einfach zeigen, dass ich auch das kann.
Q: Was steht als nächstes an?
A: Als nächstes ist Berliner Bär geplant und dann die Deutsche Meisterschaft.
Q: Was hat dir jetzt dieser Wettbewerb gebracht?
A: Ich wollte einfach wieder raus in die Welt und mich international zeigen, dass es mich noch gibt. Viele kennen mich ja noch von früher, aber viele wissen auch nicht mehr – wer ist Katharina Häcker. Schon mal gehört, mal gesehen, aber man kennt mich so halt nicht mehr. Ich wollte einfach auch noch ein bisschen schnuppern, weil ich international raus will, und der Wettkampf hier hat mir viel Erfahrung gebracht.
Q: Weißt du, dass es eine Amerikanerin gibt, die einen ganz ähnlichen Namen hat und auch öfter mit dir verwechselt wird?
A: Ja, Kathrina Hacker. Ja, das habe ich gesehen, da dachte ich, dass ist ja voll der Zufall. Ich habe sie aber noch nie laufen sehen.
Q: Sie weiß auch, dass es dich gibt.
A: Echt? Wir müssten uns mal treffen